Stille Ecken in Berlin

Unsere Stadtoasen

Alle Jahre wieder …

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Foto 09.12.14 14 47 46 (1)… feiern wir ein kleines Fest. In diesen Tagen schreiben wir die 2 in das Jahrbuch unseres Blogs. Wir wollen uns an dieser Stelle nicht selbst beweihräuchern, gratulieren und auf die Schulter klopfen; stattdessen nehmen wir uns die Zeit und blicken zurück auf zwei Jahre voller (Ent-)Spannung, Spiel und Spaß in der schönsten Stadt der Welt und sagen Danke für all die Möglichkeiten.
In Berlin ist immer etwas los, heißt es, aber darum geht es uns nicht. Wir sind aus dem Alter raus, in dem wir die Nächte durchzechen, stets auf der Suche nach dem angesagtesten Club sind und uns spontan auf fremde WG-Partys selbst einladen. Na gut, hin und wieder tun wir auch all das noch, aber in Maßen. Denn das wilde Leben wird uns zu aufregend. Wir brauchen jetzt Entspannung, gediegene Abende und einen kulturellen Ausgleich zum öden, äh, abwechslungreichen Alltag in der Medienbranche. Wir durchstreifen Museen, gehen in Jazzclubs, lassen uns massieren und treffen uns zum Brunch.

Klar bietet Berlin – vor allem für Neuberliner – eine aufregende Kulisse mit viel Spektakel und den verrücktesten Figuren in der Großstadtszene. Wenn wir ehrlich sind, brauchen wir auch all diese Aufregung. Sie erheitert, belebt und bietet Einblicke in verschiedene Kulturen. Alles gut und schön. Nur spielt jetzt zunehmend der Entspannungsfaktor eine übergeordnetere Rolle. Vermutlich hat das mit dem Alter zu tun. Denn als Teil der Generation Y befinden wir uns gerade im Umbruch. In Bezug auf Arbeit, Alltag und Familie. Jetzt geht er los, der Ernst des Lebens. Als Heranwachsende haben wir uns ständig gefragt, wann dieser denn kommen würde. Die Antwort lautet JETZT. Da heißt es Ruhe bewahren – und Umdenken müssen. Spontaneität bedeutet jetzt nicht mehr, kurz entschlossen zur Fanmeile mitzugehen oder um 1:30 Uhr auf der Party des Freundes eines Freundes einer Freundin aufzuschlagen. Nein, spontan meint jetzt, sich zum Telefonieren mit Bekannten vorher per SMS oder facebook zu verabreden. Das stresst ungemein. Aber wir wollen wirklich nicht vom Thema abschweifen; wobei der krasse Lebenswandel vor allem der jungen Generation, aber auch der gesellschaftliche und auch der digitale Wandel insbesondere in Berlin Einzug hält. Nun ja, ähnliche Wandlungen führten in Berlin bereits seit den Zwanziger Jahren permanent zu einem aufregenden Großstadtleben. Also nichts Neues. Nur anders.
Inzwischen hat sich das Entspannungsangebot immens an die gestressten Großstädter angepasst. Neben Wellnessmöglichkeiten steht nun Urban Gardening, Urban Biking und Urban Walking hoch im Kurs. Aber man kann sich auch passiv entspannen und berieseln lassen. Ein überaus üppiges kulturelles Angebot, Shoopingeskapaden sowie Mode-, Möbel und Secandhandhandel machen dies möglich. Ach ja, und dann ist da ja noch die Natur. Überall sind wir nur einen Katzensprung vom nächsten Spreeufer oder Park entfernt. In 30 Minuten erreichen wir sogar ländliche Großstadtgefilde.
Wir sind so glücklich, all das um uns zu haben. Daher sagen wir Danke! Danke für die schöne Zeit, die vergangene und die zukünftige. Danke, Berlin, dass du bist, wie du bist. Wir lieben dich. Wir brauchen dich. Zum Atmen und Durchatmen!
Nadine und Carolin

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