Stille Ecken in Berlin

Unsere Stadtoasen

Lieblingskneipe mit populärer Geschichte

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DienerDas gestrige deutsch-deutsche Champions League-Finale haben sich sicher viele von Euch in Ihrer Lieblingskneipe angesehen. Das ist ja immer so eine Sache mit dem Stammlokal. Oft wird hierbei danach ausgewählt, wie günstig die Getränke sind, wie nett das Personal ist und welches Publikum sich dort einfindet. Ich bin vor einer Weile durch einen guten Freund von mir auf die Berliner Ur-Kneipe „Diener (Tatersall)“ aufmerksam gemacht worden. Die Räumlichenkeiten haben mit anfänglichen Reitställen, die sich von der Grolmannstraße bis zur Uhlandstraße erstreckten, bereits eine lange Geschichte hinter sich. Nach dem zweiten Weltkrieg entstand das ehemalige „Café Grolmann“, das sich von der äußeren Erscheinung her bis heute nicht geändert hat.
Bisher war das Lokal für mich nach einem ausgelassenen Abend der letzte ruhige Zufluchtsort, an dem ich in entspannter Stimmung mit Freunden noch einen Schlummertrunk einnahm, bevor es nach Hause ging. Allerdings muss man dazu sagen, dass der Diener nicht nur irgendeine alte Kneipe ist. Seit den 1950er Jahrern hat sich diese nämlich als Künstlerkneipe etabliert, dessen populäre Gäste überall an den Wänden in Portraitbildern ihren Platz fanden. Und auch heute begegnet man mit viel Glück auch dem ein oder anderen Künstler. Für mich ist der Diener also nicht nur ein Ort des gemütlichen Besammenseins, sondern auch ein Ort, der durch seine Geschichte erst lebendig und damit fühlbar erlebbar wird.

Täglich geöffnet ab 18 Uhr
Grolmannstraße 47
10623 Berlin-Charlottenburg
www.diener-tattersall.de

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